Sonntag, 3. September 2017



Die Insel des Zeus - Urlaubserinnerungen




Draußen ist es gerade grau und nebelig, also alles andere als gemütlich.
So langsam beginnt wohl der Herbst...
Lieber erinnere ich mich an unseren Urlaub letzte Woche zurück.

Dieses Jahr konnte ich mich gegen meinen Freund durchsetzen und wir suchten ein nicht ganz so teures aber sommerlich warmes Urlaubsziel. Nach einem netten Besuch im Reisebüro entschieden wir uns dann für die größte Insel Griechenlands, Kreta.


Unser direkt an einem Sandstrand gelegenes Hotel erwies sich als eine gute Wahl. Gekrönt wurde das Ganze von einem Upgrade bei der Ankunft, durch welches wir ein größeres Zimmer mit direktem Meerblick erhielten.
Beim Aufwachen auf das tiefblaue Meer zu blicken, schöner kann ein Morgen kaum beginnen.

Da wir nicht jeden Tag nur am Strand oder Pool verbringen wollten und zudem fast täglich die rote Flagge wehte, suchten wir uns einige Ausflugsziele in der Umgebung aus. In unserem Fall im wunderschönen Westen der Insel.

An einem Tag machten wir uns zu Fuß zum Kournas-See auf, einem Süßwassersee in der Nähe. An der Hotelrezeption hatte man uns noch eine selbst gezeichnete Landkarte mitgegeben, doch schon nach einem Kilometer stellten wir fest, dass die Straßen sich nicht an die Vorgaben der Landkarte hielten. Bei uns wären es Feldwege, hier waren es wohl eher Schnellstraßen, denen wir den Schildern bis zum See folgten. Zumindest konnten wir so abseits des Tourismus neben rasanten Autos die kretische Natur mit Olivenhainen, Feigenbäumen, Feldern mit Wassermelonen und vielem mehr bewundern.

Der Süßwassersee begrüßte uns schließlich seinem glasklaren Wasser und türkisgrünen Farben. Allerdings wurden wir auch wieder vom Tourismus in Empfang genommen, schließlich war es Hochsaison.

Von Freunden, welche außerhalb dieser Zeit Kreta besucht hatten, weiß ich jedoch, dass der See mit seinem Naturschutzgebiet und Wasserschildkröten auch ein Rückzugsort sein kann, an dem man schwimmen, tauchen oder Tretboot fahren kann.


Für den Rückweg gönnten wir uns schließlich ein Ticket für die Bummelbahn, die uns bis in die Nähe unseres Hotels zurück brachte.

Etwas sportlicher war unsere Wanderung ein paar Tage später in der
Samaria- Schlucht, die mit 17 Kilometern als eine der längsten Schluchten Europas gilt.
Wir wurden morgens mit einem Bus auf die Spitze der weißen Berge gebracht, wanderten innerhalb von etwa fünf Stunden über Stock und vor allem Stein (daher unbedingt festes Schuhwerk empfehlenswert) und passierten die engste Stelle, die "eiserne Pforte", bis wir schließlich den kleinen Hafenort Agia Roumeli erreichten.


Neben den mehreren kleinen Rastplätzen, an denen man seine Trinkflaschen mit Gebirgswasser auffüllen konnte, waren auch die Ruinen des verlassenen Dorfes Samariá, die herumtollenden Kri-Kri Wildziegen und einige Kapellen mit Fledermaus-Bewohnern interessante Schönheiten.







Da Agia Roumeli ansonsten nur auf dem Seeweg zu erreichen ist, wurden wir einige Stunden und gefüllte Weinblätter später von einem Schiff abgeholt, bevor wir wieder von unserem Reisebus zum Hotel gebracht wurden.

Einen Ausflug wert ist auch die Lagune von Balos, wenn auch überlaufen zur Hochsaison und Mittagszeit, sowie die Felseninsel Gramvousa mit venezianischer Festungsruine, beides mit Ausflugsschiffen von Kissamos aus zu erreichen. Besonders der Ausblick auf das türkisblaue Meer und die hellen Sandstrände entlohnt einen für den mühsamen Aufstieg zu den Ruinen.





Außerdem haben wir noch einen Tag in der Stadt Chania verbracht. Die Anreise mit den öffentlichen Bussen ist empfehlenswert. Wir sind durch die Altstadt mit der "Ledergasse" gebummelt, dort werden neben diversen Touri-Mitbringseln auch erschwingliche echte Lederwaren angeboten (aber leider auch gefälschte Markenartikel). Außerdem waren wir noch am venezianischen Hafen (hier gibt es einiges zu entdecken, Zeit einplanen) und in der Markthalle Chanias.





Dies waren nur einige Einblicke von unserer einwöchigen Reise nach Kreta und die Insel hat noch so viel mehr zu bieten. Der Palast von Knossos, hellrosa Sandstrände in Elafonisi, Hippiehöhlen und viele weitere schöne Orte.
Kreta ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Eure Vanessa





Share:

Geschenkidee: Fotografien auf Holz


Neulich im Internet habe ich eine tolle Geschenkidee für die Liebsten entdeckt, die ich Euch nun gerne zeigen möchte: Der Transfer von Fotografien auf Holz mittels einer Transferpaste.

Benötigtes Material:

Holz
ggf. Säge
Schleifpapier
Geodreieck
Bleistift
Schere
Foto Transfer Potch
Pinsel
Papiertücher
Fotomotive auf Papier (aus dem Laserdrucker)
Schwamm
Klarlack






Es hörte sich nicht all zu schwierig an, also Foto Transfer Potch besorgt und in den Baumarkt gefahren.

Erstes Problem zu Hause: das Sägen des Holzes war schon etwas Zeit und Kraft aufwändig, vor allem bei einem Anfänger wie mir. Beim zweiten Dreieck erhielt ich dann Unterstützung von meinem lieben Vater, dessen Werkstatt ich auch nutzen durfte... Das größere Dreieck hat bei mir eine Kantenlänge von 20 cm, das kleinere misst 15 cm.

Natürlich kann man sich auch andere Formen aussuchen, wie z.B. Quadrate, Häuser, usw. und man kann es sich einfacher machen und das Holz in einigen Baumärkten zusägen lassen.

Nach dem Sägen sollte man die Kanten und Flächen des Dreiecks etwas abschleifen.

Das nächste Problem stellte die Beschaffung geeigneter Fotografien aus einem Laserdrucker dar, da die Paste nur für Laserdrucke geeignet ist. Glücklicherweise konnte ich schließlich ein Exemplar auftreiben und musste nur noch die gewünschten Motive aussuchen (hier in schwarz-weiß).

Diese druckt man nun auf normales Papier und bringt sie mit der Schere in die passende (Dreiecks)form. Wer möchte, kann seine Motive vorher noch spiegeln, da ansonsten die Fotos seitenverkehrt auf dem Holz aufgedruckt sind. 

Anschließend bestreicht man die Holzoberfläche, auf die das Motiv aufgebracht werden soll, sowie die Vorderseite des Fotos mit der Transferpaste und legt beide bestrichenen Oberflächen aufeinander.
Mit einem Rakel, in meinem Fall musste stattdessen das Geodreieck daran glauben, drückt man das Foto nun feste an. Überschüssige Klebereste sollten dabei entfernt werden.

Nun muss die Transferpaste mehrere Stunden trocknen, beschleunigt werden kann dies durch die Behandlung mit einem Föhn.
Meine Dreiecke behandelte ich etwa zehn Minuten mit dem Föhn und schickte sie weitere zwei Stunden an die frische Luft.

Zum Schluss wird das Papier mit einem Schwamm befeuchtet und vorsichtig abgerubbelt. Zum Vorschein kommt das spiegelverkehrte Foto.

Nachdem das Holz wieder etwas getrocknet ist, sollte man anschließend noch etwas Klarlack auf das Bild aufbringen, um dieses zu schützen.

Fertig ist ein außergewöhnliches Fotogeschenk für Eure Liebsten.
 
                                                                                        Eure Vanessa








Share: