Die Insel des Zeus - Urlaubserinnerungen
Draußen ist es gerade grau und nebelig, also alles andere
als gemütlich.
So langsam beginnt wohl der Herbst...
So langsam beginnt wohl der Herbst...
Lieber erinnere ich mich an unseren Urlaub letzte Woche zurück.
Dieses Jahr konnte ich mich gegen meinen Freund durchsetzen
und wir suchten ein nicht ganz so teures aber sommerlich warmes Urlaubsziel.
Nach einem netten Besuch im Reisebüro entschieden wir uns dann für die größte
Insel Griechenlands, Kreta.
Unser direkt an einem Sandstrand gelegenes Hotel erwies sich
als eine gute Wahl. Gekrönt wurde das Ganze von einem Upgrade bei der Ankunft, durch
welches wir ein größeres Zimmer mit direktem Meerblick erhielten.
Beim Aufwachen auf das tiefblaue Meer zu blicken, schöner kann ein Morgen kaum beginnen.
Beim Aufwachen auf das tiefblaue Meer zu blicken, schöner kann ein Morgen kaum beginnen.
Da wir nicht jeden Tag nur am Strand oder Pool verbringen
wollten und zudem fast täglich die rote Flagge wehte, suchten wir uns einige
Ausflugsziele in der Umgebung aus. In unserem Fall im wunderschönen Westen der
Insel.
An einem Tag machten wir uns zu Fuß zum Kournas-See auf,
einem Süßwassersee in der Nähe. An der Hotelrezeption hatte man uns noch eine selbst gezeichnete
Landkarte mitgegeben, doch schon nach einem Kilometer stellten wir fest, dass
die Straßen sich nicht an die Vorgaben der Landkarte hielten. Bei uns wären es
Feldwege, hier waren es wohl eher Schnellstraßen, denen wir den Schildern bis
zum See folgten. Zumindest konnten wir so abseits des Tourismus neben rasanten
Autos die kretische Natur mit Olivenhainen, Feigenbäumen, Feldern mit
Wassermelonen und vielem mehr bewundern.
Der Süßwassersee begrüßte uns schließlich seinem glasklaren
Wasser und türkisgrünen Farben. Allerdings wurden wir auch wieder vom Tourismus
in Empfang genommen, schließlich war es Hochsaison.
Von Freunden, welche außerhalb
dieser Zeit Kreta besucht hatten, weiß ich jedoch, dass der See mit seinem
Naturschutzgebiet und Wasserschildkröten auch ein Rückzugsort sein kann, an dem
man schwimmen, tauchen oder Tretboot fahren kann.
Für den Rückweg gönnten wir uns schließlich ein Ticket für
die Bummelbahn, die uns bis in die Nähe unseres Hotels zurück brachte.
Etwas sportlicher war unsere Wanderung ein paar Tage später in der
Samaria- Schlucht, die mit 17 Kilometern als eine der längsten Schluchten Europas gilt.
Wir wurden morgens mit einem Bus auf die Spitze der weißen Berge gebracht, wanderten innerhalb von etwa fünf Stunden über Stock und vor allem Stein (daher unbedingt festes Schuhwerk empfehlenswert) und passierten die engste Stelle, die "eiserne Pforte", bis wir schließlich den kleinen Hafenort Agia Roumeli erreichten.
Neben den mehreren kleinen Rastplätzen, an denen man seine Trinkflaschen mit Gebirgswasser auffüllen konnte, waren auch die Ruinen des verlassenen Dorfes Samariá, die herumtollenden Kri-Kri Wildziegen und einige Kapellen mit Fledermaus-Bewohnern interessante Schönheiten.
Da Agia Roumeli ansonsten nur auf dem Seeweg zu erreichen ist, wurden wir einige Stunden und gefüllte Weinblätter später von einem Schiff abgeholt, bevor wir wieder von unserem Reisebus zum Hotel gebracht wurden.
Einen Ausflug wert ist auch die Lagune von Balos, wenn auch überlaufen zur Hochsaison und Mittagszeit, sowie die Felseninsel Gramvousa mit venezianischer Festungsruine, beides mit Ausflugsschiffen von Kissamos aus zu erreichen. Besonders der Ausblick auf das türkisblaue Meer und die hellen Sandstrände entlohnt einen für den mühsamen Aufstieg zu den Ruinen.
Außerdem haben wir noch einen Tag in der Stadt Chania verbracht. Die Anreise mit den öffentlichen Bussen ist empfehlenswert. Wir sind durch die Altstadt mit der "Ledergasse" gebummelt, dort werden neben diversen Touri-Mitbringseln auch erschwingliche echte Lederwaren angeboten (aber leider auch gefälschte Markenartikel). Außerdem waren wir noch am venezianischen Hafen (hier gibt es einiges zu entdecken, Zeit einplanen) und in der Markthalle Chanias.
Dies waren nur einige Einblicke von unserer einwöchigen Reise nach Kreta und die Insel hat noch so viel mehr zu bieten. Der Palast von Knossos, hellrosa Sandstrände in Elafonisi, Hippiehöhlen und viele weitere schöne Orte.
Kreta ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Eure Vanessa





